2009

Meilensteine „Erneuerung und Erweiterung Ruferheim Nidau“ 2009  
 
 


Am 20.02.2009 beschliesst der Vorstand an einer Klausursitzung, das Geschäft voran zu treiben und bestellt eine Bauplanungsgruppe mit den Mitgliedern:

Kurt Muster, Präsident
Fritz Widmer, Präsident Vorstand und Abgeordnetenversammlung
Daniel Diggelmann, Heimleitung
Ester Bütler, Leitung Pflege und Betreuung
Barbara Schudel, Architekturbüro Ehrenbold & Schudel, Bauherrenbegleitung
weitere Personen werden je nach benötigtem Fachwissen beigezogen.

Der Vorstand beschliesst:

  • Die Planung soll aufgrund von 98 Einbettzimmern erfolgen. Das heisst, gleichbleibende Anzahl Plätze, aber alles Einbettzimmer, da die Gesundheits- und Fürsorgedirektion keine zusätzlichen Heimplätze bewilligt.

Bereits am 01. April 2009 reicht die Planungsgruppe der Gesundheits- und Fürsorgedirektion die Papiere zu Phase 1 (Planungseckwerte) und Phase 2 (Konzept), ein.

In Phase 1 werden die planerischen Eckwerte abgeklärt und festgelegt. Dazu gehören namentlich die Elemente Geschäftsidee, Zielgruppe und Angebot im Grundsatz, Einzugsgebiet und bedarfsplanerische Begründung, Standort, Alternativen zum Projekt, Trägerschaft.
Phase 2 baut auf den planerischen Eckwerten aus Phase 1 auf. Sie umfasst die Darstellung des betrieblichen und räumlichen Konzepts. Dazu gehören namentlich die Elemente Organisation, Differenzierung von Zielgruppen und Angebot, Wohnformen, Betreuungs- und Pflegekonzept, Betriebskonzept, Raumkonzept, Leistungs- und Finanzplanung Betrieb.

Am 23. Juni 2009 tagt die Planungsgruppe mit Vertretern des Denkmalschutzes und des Amtes für Gemeinden und Raumordnung sowie der Standortgemeinde Nidau. Für einen allfälligen Um- oder Neubau wird es eine Zonenplanänderung brauchen.
Der Raumplaner Heinz Pieri bereitet zusammen mit dem Ruferheim und der Stadt Nidau das Mitwirkungsverfahren vor.

Am 02. Juli 2009 teilt Herr Regierungsrat Perrenoud, Gesundheits- und Fürsorgedirektion, mit, dass er den bedarfsplanerischen und konzeptionellen Grundlagen gemäss Phase 1 und 2 zustimmt und er unserem Projekt gutes Gelingen wünscht.

Die Stadt Nidau nimmt Kenntnis von den Bauplanungsmassnahmen und teilt in einem Schreiben mit, dass sie die Parzelle 1269 „Längmatt“ bis 2010 fürs Ruferheim reserviert, damit  der Spielraum für die unmittelbare bauliche Planung gegeben ist.


Am 20. November 2009 nehmen interessierte Bürger vom Vorhaben Kenntnis.
Die Zone W3 auf der auch das bestehende Ruferheim steht, soll mitsamt der Parzelle Längmatt in eine Zone für öffentliche Nutzung (ZöN) umgeplant werden.
Der Stadtrat wird auf Antrag des Gemeinderates im Sommer 2010 über die Zonenplanänderung beschliessen, sodass – wenn alles plangemäss abläuft – im Juni 2010 eine baurechtlich gesicherte Situation vorliegt.

 

 

Die Planungsgruppe arbeitet in der Zwischenzeit weiter und definiert die Bedingungen für Phase 3 / Baulicher Rahmen:
In dieser Phase werden die baulichen Massnahmen definiert. Dazu gehören die Umschreibung des baulichen Handlungsbedarfs, die Darstellung der baulichen Massnahmen und die Einschätzung der Baukosten.

Das Bauvolumen verlangt nach einem Architekturwettbewerb. Es wurde das einstufige Verfahren gewählt. Die Ausschreibung wird voraussichtlich Mitte 2010 erfolgen.

Am 25. November 2009 hat die Abgeordnetenversammlung des Gemeindeverbandes Ruferheim Nidau, der Planungsgruppe, dem Vorstand und der Heimleitung das Vertrauen ausgesprochen und einen Planungskredit bewilligt.

Die erforderlichen Unterlagen für Phase 3 sind der Gesundheits- und Fürsorgedirektion am 18. Dezember 2009 eingereicht worden. Mit einem Entscheid ist bis im April 2010 zu rechnen.

Das eingereichte Wettbewerbsprogramm sieht folgendes vor:

  • das Heim soll 4 Abteilungen mit insgesamt 98 Plätzen umfassen, davon 1 Demenzabteilung und 3 Pflegeabteilungen
  • es sind Entlastungs-, Tagesplätze und Ferienangebote zu integrieren (keine zusätzlichen Zimmer)
  • Küche und Nebenräume müssen gemäss Raumprogramm vergrössert und besser organisiert werden
  • die Flächendefizite der Personalgarderobe sind aufzuheben
  • in einer unabhängigen Bauetappe sind bis zu 20 Alterswohnungen zu planen, die durch das Ruferheim bedient werden können

Zwischenzeitlich haben immer wieder Diskussionen, Besprechungen und Sitzungen zum Thema stattgefunden, um sich den Bedürfnissen, Wünschbarkeiten und Machbarkeiten eines solchen Projektes von allen Seiten anzunähern.

Viel Raum nimmt die Thematik der Finanzierung eines Projektes dieser Grössenordnung ein. Ebenso stellt sich für die Verbandsgemeinden und den Vorstand die Frage, ob die gegenwärtige Rechtsform der Trägerschaft (Gemeindeverband) für das geplante Vorhaben die richtige Form ist. Der Vorstand wird sich an einer Klausur im Januar 2010 eingehend mit diesen Themen beschäftigen.

 

Am 23.12.2009 liegt der Vorprüfungsbericht des Kantons zur Zonenplanänderung und der Änderung des Baureglementes für das Gebiet des Ruferheims vor. Der Kanton beurteilt die vorgelegte Änderung als insgesamt geeignet, um den Planungszweck zu vollziehen. Einzig im Bereich der Lärmschutzmassnahmen  entlang der Allmendstrasse ist eine Bereinigung notwendig. Die geplanten Änderungen des Zonenplans und des Baureglementes werden in Januar 2010 öffentlich aufliegen.

Der Zeitplan, Stand Dezember 2009, für Planung und Ausführung sieht folgendermassen aus: